Die Orchesterordnung

  * Orchesterspieler sollten die Möglichkeit nutzen, beim Spielen ihr persönliches Profil hervorzukehren, besonders durch eigenes Tempo, individuelle Tongebung, Solo-Einsätze bei Pausen.

  * Häufiges Fehlen bei den Proben steigert die Wertschätzung des einzelnen. Denken Sie daran, es besteht die Hoffnung, daß Sie nach  gewisser Zeit als Rarität gefeiert werden.

  * Ob Sie zehn Minuten vor oder nach Beginn der Proben erscheinen, ist persönliche Geschmacksache. Der Zuspätkommende hat den Vorteil, daß mehr Leute seine Anwesenheit zur Kenntnis nehmen. Dies gilt besonders für Generalproben.

  * Weiterhin sollten bei Probenbeginn alle Instrumentenkoffer geöffnet im Raum stehen. Dies verfeinert die rhythmische Struktur des soeben begonnen Stückes beim Hereinkommen eines verspäteten Spielers.

  * Reden mit dem Nachbarn während des Probens verbessert das Arbeitsklima und bewirkt mehr persönliche Zuwendung des Orchesterleiters.

  * Es sollten während der Probe nie mehr als insgesamt zwei Bleistifte vorhanden sein. So bleibt der Kontakt der Spieler untereinander auch mitten in diversen Erklärungen des Dirigenten bestehen. Machen Sie auf keinen Fall mehr als eine Bleistifteintragung pro Orchesterprobe, damit der Dirigent Ihnen die erwünschte Aufmerksamkeit schenkt. Die sparsamen Eintragungen haben auch den Vorteil, daß der Orchesterleiter sich die Änderungen besser einprägen kann.

  * Benutzen Sie zur Kennzeichnung bekreuzigter oder erniedrigter Noten in jedem Fall einen gut leuchtenden Textmarker. So können Sie sich sogar der Aufmerksamkeit Ihrer Nachbarn sicher sein.

  * Tragen Sie die Notennamen bitte bei allen Hilfslinien ein (Rückfragen wegen der Notennamen bitte an andere Mitspieler). Natürlich kann auch hier ein Textmarker zur Ausschmückung benutzt werden.

  * Wenn Sie dann noch die Noten mit individuellen Eselsohren versehen, können Sie Ihre eigene Stimme später garantiert wiedererkennen. Außerdem können Sie sicher sein, daß der Notenwart beim nächsten Notenausteilen an Sie denken wird.

  * Optimale Balgtechnik erreichen Sie durch eine gekrümmte Haltung. Sie ist nur noch durch Kauern und Hocken zu steigern.

  * Lassen Sie Ihrem Balg ruhig freien Lauf. Erfahrene Spieler wissen: Erst bei langen Balgwegen kommt das natürlich Vibrato richtig zur Geltung. Zur Unterstützung des Vibratos ist es wichtig, besonders im Winter körperliche Anstrengung - wie z.B. Orchesterinstrumente tragen - zu vermeiden und somit die ständige Unterkühlung beizubehalten. Dies hat auch den Vorteil, daß die Läufe wesentlich knackiger klingen.

  * Relativ viel hören zu müssen ist leider eine Begleiterscheinung des Spielens. Beschränken Sie sich auf das Allernotwendigste. Vor allem hören Sie nicht auf andere Stimmen.

  * Das intensive Schauen in die Notenblätter während des Spielens zeugt von großem Eifer. Tun Sie dies unbedingt zu Beginn und Schluß des Stückes sowie bei Takt- und Tempowechsel. Die klanglichen Auswirkungen werden um so reizvoller sein, und der Orchesterleiter wird es Ihnen zu danken wissen.

  * Pausen-, Artikulations-, Dynamikzeichen usw. sind in erster Linie graphische Ausschmückungen der Noten. Eine eingehende Beschäftigung mit Ihnen sollte man daher den Kunstfreunden überlassen.

  * Üben ist ausschließlich eine Angelegenheit der Orchesterprobe. Häusliches Üben sollten Sie vermeiden, vor allem, wenn Sie in einer Probe gefehlt haben. So tragen Sie dazu bei, daß kein Mangel an Probenstoff entsteht.

  * Nebenbei bemerkt: Wenn Sie eine Probe versäumen, empfiehlt es sich, nicht den Orchesterleiter darüber zu informieren. Unentschuldigtes Fehlen beflügelt seine Phantasie.

  * Gelegentliche Beachtung dieser Ratschläge bewahrt Sie vor Rückschlägen in Ihrer Karriere als Orchesterspieler und wird Sie gewiß als bewunderungswürdigen Idealisten hervorheben.

 Uschi

Veröffentlicht in: on Mai 30, 2008 at 8:19 Uhr nachmittags Kommentare (0)
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Unser Heinz in jungen Jahren

Hier sehen wir unseren Heinz als er er noch etwas jünger war.

 

Wer erraten kann, wo sich unser Heinz und seine damalige Akkordeon-Duo Partnerin Hanna auf den Bildern befindet, bekommt von uns beim Jubiläums-Konzert ein Glas Sekt spendiert (Entweder bei Heinz oder mir anrufen oder das Kontaktformular benutzen).

Wolfgang

Veröffentlicht in: on Mai 29, 2008 at 6:23 Uhr nachmittags Kommentare (0)
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Der größte Wunsch: Neue Kollegen am Instrument

Kaufering (her) - “Wir sind ein netter Haufen und machen gute Musik aus Spaß an der Freude”, sagt Anita Lamp ganz locker. Sie spielt das 1. Akkordeon im “Heinz-Jürgens-Akkordeonorchester der vhs Kaufering”. Doch Dirigent Heinz Jürgens zeigt sich gelassen.

Er hat vor 25 Jahren diesen “Haufen” gegründet und zu einem weit über die Grenzen Kauferings hinaus bekannten Klangkörper weiterentwickelt.

Und dass er mit “seinen” Interpreten einen freundschaftlichen Umgang pflegt, beweist der große Zusammenhalt. Ein großer Teil der Orchestermitglieder ist seit Anfang an dabei und sieht die musikalische Zukunft im familären Miteinander. Unter ihnen Gründungsmitglied Thomas Schneider, der wie Anita Lamp auf seinem Instrument die erste Stimme zum Klingen bringt. Auch Fritz Wagner ist ein Mann der “ersten Stunde”. Er hat früher einmal Melodica gespielt, doch bald zog es ihn zur Ziehharmonika mit ihrer breiten Tastenreihe für die Melodienstimmen und einer Knopfreihe für die Bässe.

Und dass Vera Ullmann aus Buchloe seit 15 Jahren dem Akkordeon treu geblieben ist, erklärt sie so: “Das kann ich überall mitnehmen, es allein spielen und mit anderen zusammen. Für mich ist ein Akkordeon das ideale Instrument.” Dass sie bereits mit acht Jahren angefangen hat, die Kunst der “Perlmutt-Töne” zu lieben, verdankt sie ihrer Mutter. In den Reihen des Orchesterchefs Heinz Jürgens befindet sich seit sechs Monaten auch eine “Newcomerin”: Petra Schuller aus Landsberg. Die 36-Jährige hat als Kind Klavier und Querflöte gespielt, bis sie ihr Vater für das Akkordeon begeisterte. Nun hat sie beim Kauferinger vhs-Orchester “angeheuert” und ist mit Spaß dabei.

Und weil das Heinz-Jürgens-Akkordeonorchester heuer sein 25-jähriges Bestehen feiern kann, freut sich nicht nur Petra Schuller, die Jüngste im Orchester, auf das “silberne Jubiläum”. Auch ihre Kollegen setzen in ihren Proben alles daran, dem Klangkörper Glanz zu verleihen. Unter dem Motto “Wir spielen aus Freude an der Musik und möchten Freude durch Musik machen” wird Maestro Jürgens mit dem Ensemble den Bewohnern des Kauferinger Seniorenstifts auch im Jubiläumsjahr die klingende Visitenkarte überreichen.

Den Höhepunkt zum 25. Jahrestag will das Orchester mit einem Konzert am Samstag, 25. Oktober, ab 20 Uhr in der Aula der Kauferinger Hauptschule setzen. Bis dahin wünscht sich Orchesterchef Heinz Jürgens, dass sich sein Klangkörper um weitere Akkordeonspieler erweitert. “Wer Freude hat, mitzuspielen und seine vielleicht eingerosteten Kenntnisse wieder aufzufrischen, ist willkommen.” Weitere Infos unter Telefon 08191/6260.

Von Ludwig Herold. Gefunden von Petra im Landsberger Tagblatt vom 14.05.2008

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Lokales/Landsberg/Uebersicht/Artikel,-Der-groesste-Wunsch-Neue-Kollegen-am-Instrument-_arid,1224710_regid,10_puid,2_pageid,4500.html

Veröffentlicht in: on Mai 16, 2008 at 5:14 Uhr nachmittags Kommentare (0)
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Christines Geburtstag Mai 2008

Veröffentlicht in: on Mai 5, 2008 at 10:42 Uhr vormittags Kommentare (0)
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